| Mannschaftsberichte 1987 |
Fußball
kontra Badminton
Der 27.
Mai sollte eigentlich der große Tag des FC Bayern sein. Viele von uns werden
auch an diesem Tag vor dem Fernseher gehockt und auf ein gutes Spiel gehofft
haben. Den größten Teil des Spiels habe ich auch gesehen. Aber es war lange
nicht so spannend, wie das sportliche Ereignis, das ich vorher live und in
Farbe in der Suthwiesenhalle verfolgt hatte. Dort kämpften nämlich unsere
Jugendlichen gegen die Mannschaft von Schloß Ricklingen um die Kreismeisterschaft.
Nach dem
3.5 Hinspielergebnis vom Vortag musste an diesem Abend unbedingt ein Sieg
gelingen, um den Titel noch zu erreichen. Dementsprechend nervös waren auch
alle Beteiligten, Ecki selbst nicht ausgenommen. Er musste dann auch mit
ansehen, dass die Umstellungen der Doppel nicht den erhofften Erfolg zeigten.
Lutz und Sinisa hielten als erstes Doppel zwar im ersten Satz gut mit, mussten
sich aber trotzdem in zwei Sätzen geschlagen geben. Britta und Christine
hatten sich im Damendoppel zwar im zweiten Satz gesteigert, aber auch hier
reichte es nicht. Das zweite Herrendoppel mit Marc und Bernhard siegte dafür
um so souveräner.
Der Umschwung zugunsten unserer Schwalben kam dann mit den Einzeln. Christine,
die sich am Vortag noch im Mixed versucht hatte, durfte (oder musste?) diesmal
das Einzel bestreiten und führte nach verlorenem ersten Satz im zweiten auch
kurz vor Satzende, als sie sich unglücklicherweise den Fuß vertrat und von
Ecki kurz behandelt werden musste. Nach dieser Zwangspause kam sie dann nicht
wieder ins Spiel und verlor leider auch den zweiten Satz.
Frank
spielte in seinem dritten Einzel recht überlegen und ging schnell als Sieger
vom Feld; anschließend zeigte sich Sinisa auf dem seinen Feld beim zweiten
Einzel nervenstärker als vorher im Doppel
Das größte
Interesse der Zuschauer, unter denen auch erfreulicherweise unsere erste
Vorsitzende Barbara Hille und unsere zweite Finanzministerin Renate Althaus
waren, galt aber dem ersten Einzel, das diesmal Bernhard spielte, nachdem am
Vortag Lutz seinem ebenfalls linkshändigen Gegner unterlegen war Auch
Bernhard verlor gegen den körperlich überlegenen Schloß Ricklinger den
ersten Satz, wurde aber Immer stärker und gewann nach großartigem Kampf den
zweiten Satz. Im dritten Satz hatte sein Gegner dann nicht mehr viel
zuzusetzen und Bernhard gewann dieses jederzeit spannende und hochklassige
Spiel.
In der Hoffnung auf ein ebenfalls spannendes Fußballspiel verließ ich dann
die Halle und hatte damit auf das falsche Pferd gesetzt, denn es war, wie sich
im Verlauf des abends herausstellte, der große Tag unserer Jugendmannschaft.
Auch wenn der Gesamtsieger nur sehr knapp ermittelt wurde, so können wir
doch mit unseren erfolgreichen Jugendlichen freuen. Ich gratuliere jedenfalls
noch einmal allen Beteiligten Spieler (innen) und natürlich auch Ecki.
Endspiel
um die Kreis- Mannschafts- Meisterschaft - ein Drama in
2 Akten
1 Akt
Zeit: Wir
schreiben den 26. Mai 1987 Ort: Turnhalle in Schloß Ricklingen
Hauptakteure:
Britta Deinhardt, Christine Freitag, Lutz Schneider, Bernhard Rheinländer,
Sinisa (Micha) Alujevic, Mark Gonschior sowie eine äußerst motivierte
Jugendmannschaft aus Schloß Ricklingen.
Zum Ablauf.
Wir
begannen relativ nervös. vor allem Lutz und Bernhard im 1. Doppel fanden nie
zu ihrem Spiel und standen den starken Schmetterbällen des besten Schloß
Ricklinger Spielers - Jan Stalder - völlig machtlos gegenüber. Auch
Christine und Britta hatten in ihrem Doppel keinerlei Chancen und bekamen sich
darüber hinaus auch noch in die Wolle! Nichtgeradeein Auftakt nach Maß.
Mark und
Micha hatten im 2. Doppel dagegen keine Mühe, für den ersten Schwalbepunkt
zu sorgen. Spielstand nach den Doppeln somit 2:1.
Christine
und Mark waren für den Gewinn des Gemischten Doppels eigentlich programmiert,
vor allem mussten sie in zwei Sätzen gewinnen, um das Satzverhältnis
ausgeglichen zu gestalten. Doch je länger das Spiel dauerte, desto mehr
Nervositätsfehler schlichen sich ein. Christine gelang kaum noch ein
Aufschlag, Mark machte völlig unnötige Fehler. So ging das Spiel nicht nur
in den dritten Satz, es ging auch unter den fanatischen Anfeuerungsrufen des
Heimpublikums in der Verlängerung verloren. Endstand des Hinspiels. 5:3
Spiele, 10:7 Sätze für Schloß Ricklingen.
Die
Niedergeschlagenheit war groß in unserer Truppe. a Sollten wir im Rückspiel
umstellen? Sollte Frank in die Mannschaft kommen? Sollte Mark ins Einzel und
Lutz ins Mixed gehen? Sollten Britta und Christine tauschen? ... Fragen, die
uns den ganzen nächsten Tag beschäftigten und erst kurz vor dem Rückspiel
entschieden wurden.
2. Akt
Zeit Wir
schreiben den 27. Mai 1987
Ort:
Turnhalle Suthwiesenstraße in Döhren. Hauptakteure wie oben und Frank Radke.
Die neue
Mannschaftsaufstellung: 1. HD: Lutz/Micha; 2. HD: Bernhard/Mark; DD.
Britta/Christine; 1. HE.
Bernhard; 2. HE. Micha; 3. HE. Frank; DE: Christine; Mixed.
Britta und Mark - also eine völlig andere Aufstellung. Devise: "Wir
kämpfen um jeden Punkt."
Zum
Ablauf"
Der
Auftakt war ziemlich frustrierend: Lutz und Micha hatten gegen Jan Stalder und
Partner keinerlei Chancen - sie verloren im 2. Satz gar 2:15!
Britta und Christine wehrten sich tapfer und erstritten viele Punkte -
doch für einen Satzgewinn reichte es nicht; Bernhard und Mark ließen dagegen
nichts anbrennen und gewannen klar Spielstand nach den Doppeln wie am Vortag
1:2 aus der Sicht der
Dann
kamen die anderen Spiele: Frank erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen
voll und ganz und gewann sein Einzel souverän, Christine kämpfte trotz Fußverletzung
um jeden Punkt und konnte fast einen dritten Satz herausholen, Mark und Britta
hatten im Mixed diesmal absolut keine Mühe und gewannen klar in zwei Sätzen,
Das 1, Einzel verlief zunächst wie befürchtet Jan - schmetterte ein ums
andere Mal, und Bernhard fand zunächst kein Gegenmittel: der erste Satz ging
an Schloß
Ricklingen und unsere Hoffnungen sanken auf Null Bernhard blieb jedoch ganz
ruhig - seine sonst gewohnten Temperamentsausbrüche blieben aus, Er stellte
seine Taktik um: er legte viel kurz ab, um Jan nicht zum schmettern kommen zu
lassen, und spielte seinerseits nun viel aggressiver, Der 2. Satz erreichte
ein sehr hohes Niveau, wobei sich Bernhard mehr und mehr steigerte, Jan
dagegen hatte nichts mehr hinzuzusetzen, und Bernhard entschied den 2. Satz
knapp und den 3. Satz mit 15:0 für sich.
Und
Micha? Ich glaube, ich habe Micha noch nie so nervös gesehen wie vor diesem
entscheidenden Spiel, Den ersten Satz hatte er - fast unbemerkt - während
Bernhards letzten Ballwechseln für sich entschieden.
Beide
Mannschaften saßen nun um das eine Spielfeld, auf dem das Finale entschieden
werden musste, Würde Micha den 2, Satz verlieren, hätte Schloß Ricklingen
aufgrund des besseren Satzverhältnisses in jedem Fall gewonnen, Bei einem
Gewinn dieses Satzes durch Micha wäre der Endstand des Rückspiels 5'3
Spiele, 10'7 Sätze und somit müssten die Punkte ausgezählt werden,
Barbara
Hille und Renate Althaus, die uns lautstark unterstützt hatten, luden uns
spontan ins Vereinsheim zu einer kleinen Siegesfeier ein, (Das Bayern München
an diesem Abend gegen FC Proto verlor, konnte unsere gute Laune auch nicht trüben
- vielleicht mit Ausnahme die von Mark und Alfred!)
Fazit
Auf diese
Truppe können wir stolz sein, denn sie hat hervorragend gekämpft (jeder
Punkt zählte ja nun wirklich!) Bei der gemeinsamen Mannschaftsaufstellung
stellten die Spieler persönliche Wünsche hinten an, um für einen vielleicht
noch erreichbaren Sieg die möglichst stärkste Aufstellung zu finden,
Vorhang
Die Minis
sammeln ihre ersten Punktspielerfahrungen!
Zum
ersten Mal um Mannschaftspunkte kämpften unsere Minis und dies in drei
verschiedenen Mannschaften. Da gibt es zum einen die "Mini-
Schwalben" (bis 11 J.), die in der Kleinmannschafts- Staffel mitspielten.
Hierzu gehören Till, Georg, Julia, Anja und Volkhard. Aufgrund des niedrigen
Alters (Julia und Anja sind 9, Volkhard 7 Jahre) und der geringen
Spielerfahrung (Georg ist erst seit kurzem dabei) hatte die Truppe die
erwarteten Schwierigkeiten. Allerdings ist ein deutlicher Aufwärtstrend bei
den einzelnen Spielern zu entdecken: waren bei den ersten Spielen die Gegner
meist hoch überlegen, so konnten die Minis die Rückspiele sehr viel
ausgeglichener Gestalten! Damit
Dies könnte
eventuell Schwalbe 1 gelingen: zwar liegt die Mannschaft im Moment noch auf
Platz 4 mit 4:8 Punkten, doch könnte mit 2 Siegen in den letzten Spielen mit
einem ausgeglichenen Punktverhältnis noch der 3. Platz erreicht werden.