| Bristol 2001 |
Am letzten Freitag im September trafen sich am Flughafen 4 „Schwalben“ (Claudia Fischer, Bernd König, Hartwig Jäger und Petra Geers) sowie 11 weitere hannoversche Badmintonspieler, um zu dem legendären, seit fast 20 Jahren existierenden, Austausch mit unserer Partnerstadt Bristol aufzubrechen. Der Flug nach London verlief ebenso problemlos wie die Busfahrt nach Bristol, so dass wir am frühen Nachmittag ankamen und von den Engländern freudig empfangen wurden. Obwohl das Wetter phantastisch war und eher zum Sonnenbaden einlud, fand unser erstes „Sightseeing“ unter Tage statt. Mit Taschenlampen ausgerüstet wurden wir durch ein Grottensystem mitten unter der Innenstadt von Bristol geführt. Trotz einiger Verständigungsprobleme (unserer Begleiter ratterte wie eine Nähmaschine und verwendete viele Fachbegriffe) war es doch sehr interessant und seine große Begeisterung für das unterirdische Höhlensystem war ansteckend.
Danach
ging es endlich in die Sporthalle. Wie seit Jahren üblich, wurde am ersten
Abend nur gemischt gespielt, also immer GB+D gegen GB+D, was sehr viel Spaß
gemacht hat. Einzel wurden nicht gespielt. Stärken konnten wir uns
zwischendurch an einem umfangreichen Buffet. Nach dem alle genug gespielt
hatten waren zunächst einige Lager in einem Pub fällig, bevor wir
italienisch Essen gegangen sind.
Für
den Samstag Vormittag war kein gemeinsames Programm geplant. Einige ließen
sich nicht von dem schlechten Umtauschkurs abschrecken und gingen Shoppen,
andere machten bei dem erneut wunderbaren Wetter Ausflüge, z.B. nach Bath,
und wieder andere verschliefen den halben Tag...! Um 13:30 Uhr ging dann das
„Länderspiel“ los. Die Begegnung endete mit einem 15:11 für England, was
aber eigentlich Nebensache ist. Erfreulich war dennoch aus
„Schwalbe-Sicht“ die Einzelwertung, die bei den Damen Claudia Fischer anführte.
Der Pokal wurde ihr von Bill, dem langjährigen Teilnehmer und früheren
Organisator des Badminton-Austausches, überreicht.
Am
Samstag Abend wurde in einem Golfclub gegessen und gefeiert. Ein genialer DJ,
der sowohl singen konnte als auch mehrere Instrumente beherrschte, sorgte dafür
dass reichlich getanzt wurde. Die englische Sitte, noch vor Mitternacht die
Bar rigoros zu schließen und den Abend abrupt zu beenden, sollte allerdings
noch mal überdacht werden. Eine Verlängerung war trotz hartnäckigem Betteln
leider nicht drin.
Am
Sonntag wurde kein Badminton gespielt, stattdessen gingen die Engländer mit
uns in das neu entstandene Wissenschaftsmuseum „Explore @t Bristol“. Es
gab viel zum Ausprobieren und Mitmachen, so dass wir viel Zeit mit virtuellem
Volleyball, Tests zur eigenen Reaktionszeit oder Spielen mit optischer Täuschung
verbrachten. Als Hannoveraner fühlte man sich häufig an die EXPO erinnert.
Am
Abend fand der offizielle Empfang, zu dem auch die anderen Sportler eingeladen
waren, im Ashton Court statt. Gefehlt hat allerdings der DJ vom Vorabend!
Am
Montag ging es dann leider schon vor dem Aufstehen (5:45 Uhr) mit dem Bus zurück
nach London und am frühen Nachmittag trafen wir wieder wohlbehalten in
Hannover ein.
Abschließend
kann man sich eigentlich nur fragen, warum an einem so gelungenen Wochenende
mit tollen Badminton-Spielen, sehr netten Leuten, einem super Rahmenprogramm
und noch dazu phantastischem Wetter nur 15 Hannoveraner teilgenommen haben?
Aber es gibt ja ein nächstes Mal. Im Herbst 2002 findet die Begegnung wieder
in Hannover statt. Wer nicht mitmacht, ist selber schuld!
Petra
Geers